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Die Villa

Das Museum

Einen kurzen aber informativen Einstieg erhalten Besucher anhand einer 15-minütigen Tonbildschau. Im Keller verdeutlichen Modelle das Aussehen des gesamten Hauptgebäudes mit Bad und Tempelbezirk. In Dioramen werden römische Alltagsszenen gezeigt.
Als Ergänzung führen zahlreiche Tafeln in die römische Geschichte unseres Landes ein. Ausführlicher wird die wechselvolle Geschichte der Villa Rustica von Hechingen-Stein behandelt. Ausserdem kann sich der Besucher über römische Bautechnik, Landvermessung, Landwirtschaft und Ernährung und vieles andere mehr kundig machen.

Rekonstruierter Wohnraum

Die Räume im rekonstruierten Teil des Hauptgebäudes wurden als Museum eingerichtet. Neben der Präsentation von Originalfunden bekommt der Besucher auch nachgebaute römische Wohnräume zu sehen. Diese wurden mit Wandmalereien und Möbeln nach antiken Vorbildern ausgestattet.

Ausstellungsraum mit Originalfunden

Die Ausstellung zeigt die Originalfunde in einem repräsentativen Querschnitt. Das umfangreiche römische Fundmaterial besteht hauptsächlich aus Keramik. Neben alltäglicher Tonware ist auch Terra Sigillata, das römische Tafelgeschirr, ausgestellt. Wein- und Ölamphoren, die teilweise aus Spanien und Südfrankreich importiert wurden, runden die Keramikfunde ab.

Die Metallfunde aus Eisen bestehen u.a. aus zahlreichen Werkzeugen. Weiterhin wurden aus Bronze Schmückstücke wie Fibeln und Gebrauchsgegenstände wie Löffel und Schreibgriffel gefunden. Nähnadeln, Knochen und zahlreiche Münzen runden das Fundspektrum ab.

Römische Gebrauchskeramik

Römisches Tafelgeschirr, sog. Terra Sigillata


Fibeln mit bunten Glas- und Emaileinlagen, eine Gürtelschnalle aus Bronze und Haarnadeln aus Bronze und Bein

Werkzeuge und Geräte

Eisengeräte, die in der Landwirtschaft und beim Hausbau benutzt wurden.

Die Villa

Rekonstruktion 2005

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Ansicht von Nordwesten

Bei der ersten Rekonstruktion in den Jahren bis 1991 ging man noch von der Hypothese aus, dass die villae rusticae in unserem Raum mit einem offenen Innenhof wie bei den italischen Vorbildern gebaut worden waren. So wurde bei der Teilrekonstruktion ein offener Innenhof vorausgesetzt. Bald zeigte sich aber, dass die Klimaverhältnisse bei uns gegen einen offenen Innenhof sprechen. Die nach innen geneigten Dächer setzten bei starken Regenfällen den Hof unter Wasser und die Kellerräume waren sehr feucht. 

Obwohl das Haus nur rund zur Hälfte wieder aufgebaut ist, bietet es einen bemerkenswerten Eindruck eines herrschaftlichen Hauses aus römischer Zeit.

 

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Ansicht von Norden nach dem Umbau 2005

Die Notwendigkeit einer Museumsvergrößerung führte im Jahr 2005 zu einer Erweiterung der Rekonstruktion. Bei den Planungen ging man statt eines offenen Innenhofs von einer überdachten Halle aus. Dabei erwies sich, dass im Originalbefund genau an den Stellen, wo die größte Last des Daches auflag, die Mauern verstärkt worden waren. Dies zeigt, dass auch in römischer Zeit die Bauweise den klimatischen Verhältnissen angepasst wurde.

Die schon bestehende Teilrekonstruktion wurde um fünf neue Räume erweitert. Ungefähr ein Drittel der zentralen Halle ist nun überdacht. Aufgrund der außerordentlichen Größe des Hauses ist auch die Bedachung der Halle entsprechend hoch und bietet einen imposanten Anblick.

 

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Neu gewonnene Räume

Die neu gewonnenen Räume ermöglichten nun, das römische Speisezimmer (Triclinium) am originalen Platz wieder aufzubauen.

 

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Heizanlage des Speisezimmers

In diesem Raum wurde auch erstmals die römische Unterbodenheizung wieder in Funktion gesetzt. Im oberen Geschoss befinden sich nun eine Ausstellung zur Kindheit im römischen Reich, ein Schlafzimmer und ein Vorratsraum.

 

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Die erweiterte Portikus

Zusätzlich wurde im Sommer 2008 die offene Säulenhalle (Portikus) um rund 20 Meter erweitert.

 

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Durchgang mit Bogen

 

Dadurch bot sich auch die Gelegenheit, einen bei der Ausgrabung entdeckten umgefallenen Bogen wieder am Originalplatz aufzurichten. 

 

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Eingangstor zur Anlage

 


 

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Schmiede

 

 

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Getreidedarre im Mühlengebäude

 

 

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Speicherbau

 

gerd gross
Die Villa

Die Entdeckung 1971

Entdeckung 1971

gerd gross

Auf der Suche nach einem mittelalterlichen Weiler entdeckte der Bürgermeister der Gemeinde Stein, Gerd Schollian, im Jahr 1971 im Wald „Tuffelbach“ die ersten Mauern. Nach weiteren Sondagen wurde klar, dass es sich um die Reste eines römischen Gutshofes, einer sogenannten Villa Rustica, handelt. Das zuständige Landesdenkmalamt in Tübingen führte schließlich in den Jahren 1978 -1981 jeweils mehrmonatige Grabungskampagnen durch, die das Haupt- und das Badegebäude umfassten.

1992 wurden die jährlichen Dauerausgrabungen aufgenommen. Darüber gibt der Menüpunkt „Ausgrabungen“ ausführliche  Informationen.